Definition

BIOS-Passwort

Ein BIOS-Passwort dient der Authentifizierung, die mitunter erforderlich ist, um sich beim Basic Input/Output System (BIOS) eines Computers anzumelden, bevor der Rechner startet.

Das BIOS ist das Programm, mit dem der Mikroprozessor eines PCs dessen Bootsequenz und Hardware-Initialisierung steuert. Das BIOS-Passwort wird in einem als CMOS (Complementary Metal-Oxide Semiconductor) bezeichneten Speicher abgelegt. In einigen Rechnern versorgt eine auf dem Motherboard angebrachte kleine Batterie auch dann diesen Speicher mit Strom, wenn das Gerät ausgeschaltet ist.

Durch den zusätzlich vorhandenen Schutz kann ein BIOS-Passwort dazu beitragen, die unberechtigte Nutzung eines Computers zu verhindern. Ein BIOS-Passwort kann allerdings auch Nachteile mit sich bringen. Wenn zum Beispiel der Besitzer des Computers das Kennwort vergisst oder ein Unternehmensnutzer sein Gerät etwa zur Reparatur abgibt, ohne das BIOS-Passwort mitzuteilen, kann der Rechner nicht booten.

Ein BIOS-Passwort lässt sich zurücksetzen, indem man den Hersteller kontaktiert und um eine entsprechende Anleitung bittet. In der Regel existieren zum Zurücksetzen von BIOS-Passwörtern Backdoors. Dabei handelt es sich um vom BIOS-Hersteller festgelegte Universalkennwörter, die unabhängig vom Passwort funktionieren, das der User gesetzt hat. Vom Nutzer vergebene Passwörter können manchmal gelöscht werden, indem man die CMOS-Batterie entfernt oder spezielle Crack-Software für BIOS-Passwörter einsetzt.

Der Nachfolger des BIOS nennt sich UEFI und soll den Anforderungen aktueller Hardware und Betriebssysteme besser gerecht werden, insbesondere mit Blick auf 64-Bit-Systeme. Auch bei UEFI lässt sich ein Passwortschutz einrichten.

Diese Definition wurde zuletzt im Februar 2012 aktualisiert

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