KI-Workloads haben ein Umdenken im Enterprise-Storage ausgelöst. Mit steigenden Datenvolumina durch Trainingsdaten und KI-Inferenz sehen sich 83 % der IT-Teams laut ESG gezwungen, ihre Kapazitäten zu erweitern. Gleichzeitig lagern 80 % der befragten Unternehmen aufgrund von KI-Anforderungen zusätzliche Daten in die Public Cloud aus. Dadurch entsteht eine doppelte Belastung aus begrenzter On-Premises-Kapazität und potenziell hohen Egress-Kosten, die den Betrieb der gewünschten KI-Modelle erschweren.
In diesem Kontext zählt jede Verbesserung der Storage-Effizienz, einschließlich höherer Speicherdichte. Hier kommt Quad-Level-Cell-Flash (QLC) ins Spiel. QLC speichert vier Bits pro Zelle, im Gegensatz zu Single-Level-Cell (SLC) mit einem Bit und Multi-Level-Cell (MLC) mit zwei Bits. QLC galt lange als leistungsschwach und wenig langlebig. Moderne QLC-Technologie bietet jedoch deutliche Vorteile bei der Speicherdichte im Enterprise-Umfeld.
Storage-Anbieter bringen QLC in den Enterprise-Einsatz
Der entscheidende Fortschritt liegt weniger im Speicher selbst als in der Weiterentwicklung der Controller. Sie steuern den Zugriff auf das Speichermedium und sorgen dafür, dass Daten zuverlässig und effizient verarbeitet werden. Technologien wie dynamisches Fehlermanagement, SLC-Write-Caching und Wear-Leveling tragen dazu bei, die Integrität und Verfügbarkeit der Daten sicherzustellen.
Für Enterprise-Kunden stehen nicht die technischen Details im Vordergrund, sondern die Ergebnisse. Die Zeiten, in denen Storage-Administratoren die Technologie im Detail analysieren mussten, sind weitgehend vorbei. Heute bieten Anbieter vertragliche Garantien für Kapazität und Lebensdauer, die die Verantwortung klar definieren.
QLC gewinnt insbesondere im Kontext von KI an Bedeutung. Mit steigenden Datenmengen schafft QLC zusätzlichen Spielraum für Anbieter und Unternehmen. Es ermöglicht skalierbare Architekturen, die von Terabyte- bis hin zu Multi-Petabyte-Größen linear wachsen können und damit den Anforderungen moderner KI-Anwendungen entsprechen.
Die Cloud hat nicht alles ersetzt
Trotz jahrzehntelanger Entwicklung von Cloud-Technologien speichern Unternehmen weiterhin kritische Daten On-Premises. Rechtliche und regulatorische Anforderungen spielen dabei eine zentrale Rolle. In der Praxis führt das zu hybriden IT-Umgebungen.
KI-Anwendungen benötigen Zugriff auf sämtliche relevanten Daten, unabhängig davon, wo sie gespeichert sind. Storage-Plattformen müssen daher in der Lage sein, Daten über verschiedene Umgebungen hinweg konsistent bereitzustellen. Laut ESG haben 71 % der IT-Teams Schwierigkeiten, ihre Storage-Systeme mit KI-Pipelines zu integrieren. Enterprise-Storage muss heute unterschiedlichste Workloads gleichzeitig unterstützen, darunter KI/ML, Analytik, Content-Erstellung, Life-Sciences-Anwendungen und klassische Unternehmensdaten.
Moderne Plattformen, die High-Density-Flash unterstützen, lassen sich softwaredefiniert in AWS und Azure betreiben und ermöglichen hybride Storage-Architekturen ohne zusätzlichen operativen Aufwand. Subscription-Modelle stellen dabei konsistente Funktionen sowohl On-Premises als auch in der Cloud bereit.
Ausfallsicherheit bei Cyberangriffen – Erkenntnisse
Unternehmen mit starker Cyber-Resilienz überstehen Angriffe fast dreimal häufiger. Doch 74 % der IT-Profis sehen gefährlichen Optimismus im Management. KI-Erkennung und regelmäßige Tests bleiben zentral. Infografik zeigt mehr.
Voir maintenantPlattformen, die Block-, File- und Container-Workloads auf einer einheitlichen Architektur unterstützen, werden sich langfristig durchsetzen. Eine intelligente Nutzung von QLC erhöht dabei den Mehrwert, indem häufig genutzte Daten automatisch auf schnellere Speicherklassen wie SLC oder MLC verschoben werden, während weniger aktive Daten auf QLC verbleiben.
QLC trägt dazu bei, Compliance-Anforderungen wirtschaftlicher umzusetzen und die Verwaltung von Enterprise-Storage zu vereinfachen. Laut Dell kann die Kombination aus High-Density-NVMe und QLC den Energieverbrauch im Vergleich zu älteren Systemen um bis zu 54 % senken.
Der schlechte Ruf von QLC stammt aus einer früheren Entwicklungsphase. Moderne Systeme sind in der Lage, produktive Workloads zuverlässig zu unterstützen und gleichzeitig wirtschaftlich attraktiv zu bleiben. Mit steigenden Anforderungen durch KI und zunehmenden regulatorischen Vorgaben bietet QLC eine Kombination aus Kapazität und Kontrolle. Es ist an der Zeit, die Potenziale von High-Density-Storage gezielt zu nutzen.