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Edge als neuer Trend: Auch Cohesity bietet nun ROBO-Backup

Mit Cohesity springt der nächste Anbieter auf den Zug der ROBO- oder Edge-Backups auf. Die Erweiterung der softwaredefinierten DataPlatform nutzt dafür Server von Cisco und HPE.

Die Problematik ist nicht neu und scheint doch aktuell wie nie: Die Sicherung von Daten, die an verteilten Standorten generiert und genutzt werden. Viele Hersteller verwenden hier den Begriff ROBO, der für Remote Offices/Branch Offices steht. Gleichbedeutend wird auch häufig der Terminus „Edge“ verwendet.

Auch Cohesity kündigt nun die Verfügbarkeit einer solchen ROBO-Lösung an.

Cohesity ROBO: DataPlatform in Kombination mit Partnerhardware

Die Neuerung ist eine Erweiterung der Cohesity DataPlatform und kombiniert Software-Funktionen mit zertifizierten Servern der Partner Cisco (UCS 2200 m5) und HPE (ProLiant DL 360 Gen 10) im Plug and Play-Design Im Datenblatt des Herstellers wird zudem auch Dell als Hardware-Partner angegeben, allerdings scheint dieser nicht für die ROBO-Funktion zertifiziert zu sein.

Die Lösung unterstützt die Betriebssysteme VMware vSphere, Microsoft Hyper-V, KVM, Nutanix AHV und Red Hat Enterprise Linux. Die Appliances bieten eine Speicherkapazität von entweder vier oder acht Terabyte. Anwender könne in ihren verteilten Zweigstellen oder anderen Standorten diese Hardware implementieren und sie über die DataPlatform von Cohesity verwalten, replizieren und sicher vorhalten. Dabei betont der Hersteller, dass Funktionen wie Deduplizierung,Komprimierung und ein unveränderliches Dateisystem DataLock wie WORM) zur Abwehr von Ransomware eine effiziente Speichernutzung gewährleisten. Für Backup und Recovery werden dabei File-, Objekt-Storage und Cloud-Archivierung über die Protokolle NFS, SMB und S3 genutzt. Die Kunden können die Lösung ebenso als virtuelle Appliance einsetzen, was dem CAPEX reduziert, während die Hardware-Produkte eher den OPEX verringern. Im Allgemeinen wird die Lösung im Frühjahr 2020 verfügbar sein. Preise sind hingegen noch nicht verfügbar und werden abhängig von der Größe und der Komplexität der eingesetzten Lösung abhängen.

Kommentar: Nicht neu, doch marketingtauglich

Die neu vorgestellten Optionen der Cohesity Backup-und-Recovery-Plattform kommen nicht wirklich überraschend und folgen dem derzeitigen Trend am Markt: die Anbindung verteilter Standorte und deren Einbindung in die Datensicherung eines Unternehmens. Veeam tut das, Rubrik, Unitrends, Nutanix und Druva tun es auch, wie viele andere Backup-Anbieter.

Das Konzept ist nicht wirklich neu, denn bereits seit des Zeitalters verteilter Ressourcen versuchen Firmen, externe Daten im zentralen Backup zu integrieren. Nun sind nur die Anbindungsmöglichkeiten und neuen Speicheroptionen, sei es physisch, virtuell, in der Cloud oder in einem Mix der Infrastrukturen. Allerdings ist es eben marketingtauglicher, wenn man Begriffe wie Edge oder ROBO ins Rennen wirft. 

Cohesity ist also Teil eines munteren Reigens an Herstellern, deren grundlegendes Verkaufskonzept sich seit Jahren eigentlich immer ähnelt, nur die technischen Gegebenheiten verändern sich sowie die Begrifflichkeiten. Anwendern sei geraten, sich das Leistungsportfolio einer anvisierten Datensicherheitslösung genau anzusehen und dabei auch zu prüfen beziehungsweise zu testen, welche Funktionen unbedingt benötigt und welche vernachlässigt werden können, ab aller Marketingtermini.

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