https://www.computerweekly.com/de/tipp/Benutzerzentrierte-Metriken-fuer-Software-Performance-Tests
Leistungstests gehören zum wichtigsten Werkzeug der Qualitätssicherung (QS). Software-Performance-Tests sind für kundenorientierte Anwendungen entscheidend. Schließlich korreliert die Software-Performance direkt mit der Kundenzufriedenheit. Kunden sind ungeduldig und durchaus bereit, zu einem Konkurrenten weiterzuziehen, wenn die Anwendung zu langsam läuft oder abstürzt.
Mitarbeiter in der Qualitätssicherung führen verschiedene Arten von Leistungstests durch, darunter Stress-, Last-, Spike-, Volumen- und Ausdauertests, um die Skalierbarkeit, Stabilität und Zuverlässigkeit einer Anwendung zu beurteilen. Abhängig von der Anwendung und dem Zweck eines Tests können einige dieser Leistungstests mehr Gewicht haben als andere. Mit Spike-Tests kann zum Beispiel die Fähigkeit einer Software bewertet werden, den erhöhten Datenverkehr vor einem Weihnachtsgeschäft zu bewältigen. Volumentests können feststellen, ob eine Anwendung in der Lage ist, große Datenmengen im Vorfeld eines Großereignisses wie den Olympischen Spielen zu verarbeiten.
Um diese Informationen auszuwerten, bewerten QS-Experten die Metriken der Software-Performance-Tests. Obwohl die Testziele in der Regel bestimmen, welche Leistungsmetriken die Tester analysieren, gibt es zwei Kategorien von Software-Performance-Metriken, die in den meisten Fällen relevant sind: Antwortzeit (Response Time) und Datenvolumen. Diese liefern Informationen aus der Kundenperspektive und sind daher die wichtigsten Metriken, die Tester auswerten müssen.
Die wichtigste Kennzahl für die Antwortzeit ist wahrscheinlich die Seitenladezeit, die misst, wie lange es dauert, bis eine komplette Seite vom Server heruntergeladen und auf dem Display des Benutzers angezeigt wird. Die Antwortzeit beim ersten Laden der Seite vermittelt dem Benutzer einen ersten Eindruck von der Intuitivität der Anwendung. Diese Performance-Metrik, auch Render-Antwortzeit genannt, macht einen großen Unterschied in der Benutzererfahrung.
Response-Time-Metriken messen die Geschwindigkeit, mit der eine Anwendung eine Antwort auf eine Benutzeraktion zurückgibt. Es gibt mehrere Arten von Antwortzeitmetriken:
Stresstests liefern Metriken zum Datenvolumen, die den Testern Aufschluss über die Spitzenkapazität eines Systems geben. Im Folgenden sind drei wichtige Metriken aufgeführt, die Tester auswerten können, um herauszufinden, wie das System mit einem steigenden Datenvolumen umgehen wird:
Dies sind nicht die einzigen hilfreichen Metriken für Software-Performance-Tests. Tester können auch Leistungsmetriken wie CPU, Netzwerk und Bandbreite auswerten. Um Leistungsmängel zu finden, bevor sie produktiv eingesetzt werden, müssen Tester immer einen kundenzentrierten Ansatz verfolgen.
29 Apr. 2021