Leitfaden zu rechtlichen Aspekten der Industrie 4.0 in Sachen IT-Sicherheit

Welche Pflichten bestehen bei vernetzten Anlagen in puncto IT-Sicherheit? Wer haftet im Falle einer Cyberattacke? Ein Bitkom-Leitfaden gibt Auskunft.

Nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom ist die Sorge vor Gesetzesverstößen und Klagen eines der größten Hemmnisse beim Zusammenspiel von industrieller Produktion und IT. So hätten bei einer Umfrage 40 Prozent der Befragten angegeben, ein fehlender Rechtsrahmen würde denn Einsatz von Industrie 4.0 in ihrem Unternehmen hemmen. Anlässlich der Hannover Messe hat der Bitkom nun einen Leitfaden veröffentlicht, in dem entsprechende rechtliche Fragen geklärt oder zumindest angesprochen werden.

Der Leitfaden widmet sich Themen wie den Rechten an den Daten, Datenschutz sowie explizit der IT-Sicherheit. Dabei geht es beispielswiese darum, wie mit den Daten, die in der vernetzten Produktion anfallen umgegangen wird. So geht der Leitfaden auf folgende Fragestellungen ein: Wer darf die Produktionsdaten nutzen und für welche Zwecke und unter welchen Bedingungen? Besteht ein Anspruch des Kunden auf Auskunft, welche Daten der Hersteller des von ihm genutzten Produkts sammelt?

In einem gesonderten Kapitel geht der Leitfaden auf die Bedeutung der IT-Sicherheit für die Industrie 4.0 ein. Welche Pflichten hat der Betreiber einer vernetzten Anlage in puncto IT-Sicherheit? Und wer haftet im Falle einer Cyberattacke? Diese Fragen versucht der Leitfaden zu beantworten beziehungsweise werden Empfehlungen für Vorgehensweisen ausgesprochen. Dabei geht es beispielswiese um die Anpassung oder Zertifizierung von IT-Systemen. Derzeit handelt es sich bei der Publikation um eine Vorabversion, eine finale Variante mit größerem Umfang ist laut Bitkom für den Herbst 2016 geplant.

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